Was du nicht fütterst, wird irgendwann verhungern.

Veröffentlicht am 13. Jänner 2026 um 22:18

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

 

Was du nicht fütterst, wird irgendwann verhungern.

 

Es gibt eine Art von Macht, die im Rückzug liegt. Im Abwenden. Darin, etwas, das dich einst verzehrt hat, einfach auslaufen zu lassen, weil du aufgehört hast, dem Feuer Nahrung zu geben.

 

Menschen sprechen über Grenzen, als wären sie Mauern, die man errichtet. Aber manchmal ist die tiefste Grenze das Schweigen. Die Weigerung, sich einzulassen. Die bewusste Entscheidung, deine Energie dem zu entziehen, was dich auslaugt.

 

Deine Aufmerksamkeit ist nicht neutral. Sie ist eine Ressource. Und alles, dem du sie gibst, wächst. Der Gedanke, den du immer wieder abspielst, wächst. Die Person, die du ständig überprüfst, wächst. Das Argument, das du in deinem Kopf probst, wächst. Deine Reaktivität nährt es. Deine Fixierung hält es am Leben.

 

Wenn also etwas an dir zieht, eine Reaktion fordert, dich dazu bringen will, dich zu verteidigen, dich zu erklären, dich zu beweisen, dann ist das Radikalste, was du tun kannst, nichts zu tun. Lass es in der Luft hängen. Lass es unbeantwortet. Lass es sich auflösen in der Abwesenheit deiner Beteiligung.

 

Das bedeutet nicht, dass du passiv bist. Es bedeutet, dass du unterscheidungsfähig bist. Du hast gelernt, dass nicht alles deine Präsenz verdient. Dass manche Kämpfe dadurch gewonnen werden, dass man sich weigert zu kämpfen. Dass manche Menschen in dem Moment ihre Macht über dich verlieren, in dem du aufhörst, zurückzugreifen.

 

Wenn du aufhörst zu reagieren, hörst du auf, den Kreislauf zu füttern. Die Provokation verliert ihre Ladung. Die Dynamik bricht zusammen. Was sich einst dringend anfühlte, wird Hintergrundrauschen. Und dann verschwindet es.

 

Das braucht Übung. Denn dir wurde beigebracht, dass Schweigen Schwäche ist. Dass Nicht-Reagieren Vermeidung ist. Dass du anderen Erklärungen schuldest. Aber das tust du nicht. Du schuldest dir selbst Frieden. Und Frieden beginnt oft mit dem Mut, still zu bleiben.

 

Jedes Mal, wenn du dich entscheidest, dich nicht einzulassen, holst du dir ein Stück von dir zurück. Jedes Mal, wenn du dem Impuls widerstehst zu prüfen, zu antworten, zu rechtfertigen, nimmst du deine Macht zurück. Du signalisierst deinem Nervensystem: Ich bin für Chaos nicht verfügbar.

 

Am Anfang fühlt es sich unangenehm an. Dein Körper will reagieren. Dein Verstand will verteidigen. Da ist ein fast körperlicher Zug, sich wieder einzulassen. Dieser Zug ist die Abhängigkeit. Die Gewohnheit. Die alte Verschaltung, die sagt: Wenn ich nicht reagiere, verliere ich.

 

Aber du verlierst nicht. Du lässt los. Und das ist ein Unterschied.

 

Mit der Zeit hört das, was früher deine Gedanken beherrscht hat, auf aufzutauchen. Die Person, die dich getriggert hat, verliert ihren Zugriff. Das Muster, das sich immer wiederholt hat, bricht endlich. Und du erkennst: Es brauchte keine Konfrontation. Es brauchte Entzug.

 

So beendest du Dinge ohne Drama. Ohne Abschluss. Ohne das letzte Wort. Du ziehst deine Energie zurück. Du hörst auf, die Schleife zu füttern. Und was sich einst unmöglich anzufühlen schien, stirbt leise von selbst.

 

Du musst es nicht ankündigen. Du musst kein Statement machen. Du hörst einfach auf, verfügbar zu sein. Und diese Abwesenheit, diese Weigerung, mitzuspielen, wird zur stärksten Erklärung, die du geben kannst.

 

Denn die Wahrheit ist: Die meisten Dinge, die deinen Frieden stören, überleben nur, weil du sie am Leben hältst. In dem Moment, in dem du aufhörst, sie zu gießen, beginnen sie zu welken.

 

Also lass sie. Geh weiter. Bleib still. Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was dich nährt, statt auf das, was dich erschöpft. Und beobachte, wie schnell der Lärm verblasst, wenn du aufhörst, zuzuhören.

 

Have a nice day 🤍 

 

Joe Turan

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