Willkommen in meinem Blog!

Ein Raum für Wachstum, tiefe Selbstwahrnehmung und echte Intimität.

Woran Frauen Liebe erkennen?

Aus meiner bescheidenen Erfahrung in der Begleitung von Frauen in Coaching und Therapie sind mir ein paar Dinge aufgefallen. Liebe wird oft nicht allein durch Worte empfangen. Sie wird durch spürbare Beweise empfangen. Dadurch, dass sie im Kopf des anderen präsent bleibt, auch wenn sie nicht im Raum ist. Durch Initiative, die sie nicht selbst choreografieren musste. Durch das Gefühl, dass der andere Mensch nicht bloß an ihr hängt, sondern innerlich von ihr bewegt ist. Eine Frau kann jeden Tag hören, dass sie geliebt wird, und trotzdem in einer Beziehung innerlich langsam verhungern, wenn sie diejenige ist, die das Bedürfnis benennen muss, das Bedürfnis erklären muss, das Bedürfnis übersetzen muss, ihn daran erinnern muss, und ihm dann auch noch beibringen muss, wie er diesem Bedürfnis begegnen kann. Was sie oft bewegt, ist keine Extravaganz. Es ist die Erleichterung, nicht das gesamte emotionale Feld allein erzeugen zu müssen. Er bemerkt. Er erinnert sich. Er kommt auf sie zu. Er erschafft einen Moment, weil er es will, nicht weil sie dreimal darum gebeten hat. Das landet sehr tief, weil es ihr sagt: Ich lebe in deiner inneren Welt, auch wenn ich gerade nichts von dir verlange. Du bist nicht allein damit, das Leben zwischen uns zu tragen.

Weiterlesen »

Sie will nicht einfach nur Sex, sie will Verbindung

Sie will Haut an Haut auf stillen Nächten, deinen Körper an ihrem, als wärt ihr füreinander gemacht, sie will, dass deine Finger Muster auf ihrem Rücken zeichnen, flüsternde Worte im Dunkeln, euren Atem im Einklang, bis euch der Schlaf sanft miteinander mitnimmt, sie will deine Hand halten, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch beim Gehen zum Auto, beim Sitzen nebeneinander, beim Warten auf den Kaffee, und sie will, dass es sich anfühlt wie ein Reflex als wäre Loslassen keine Option.

Weiterlesen »

Warum wir lieber einer tröstenden Lüge glauben als einer unbequemen Wahrheit

Wir leben in dem, was der Philosoph Zygmunt Bauman „flüchtige Moderne“ nannte, in einer Zeit, in der sich alles schneller verändert, als der menschliche Geist leicht aufnehmen kann: die Wirtschaft, die Technologie, die Werte und sogar wissenschaftliche Fakten, die ständig diskutiert und überarbeitet werden. Aus Sicht der evolutionären Psychologie wurde der menschliche Geist nicht dafür gebaut, gleichzeitig mit dieser enormen Menge an Variablen, Möglichkeiten und globaler Komplexität bequem umzugehen. Das menschliche Gehirn hat sich entwickelt, um in konkreten Umgebungen schnelle und entschlossene Entscheidungen zum Überleben zu treffen, dort, wo Gefahr, Zugehörigkeit, Nahrung, Bedrohung und soziale Position unmittelbare Folgen hatten. Wenn wir dieses Gehirn in ein Zeitalter stellen, das von einem ununterbrochenen Strom widersprüchlicher Informationen und komplexer Daten überflutet wird, kann es in einen Zustand der „kognitiven Überlastung“ geraten. Genau in diesem Moment entsteht der Hunger nach „Gewissheit“.

Weiterlesen »