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Ein Raum für Wachstum, tiefe Selbstwahrnehmung und echte Intimität.

Meine spirituelle Landkarte : „Wie ich die Religion verlor, ohne die Tiefe zu verlieren“

Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, ob das Universum einen tieferen Sinn verfolgt oder ob hinter unserer Existenz etwas liegt, das der menschliche Verstand irgendwann begreifen kann. Und je älter ich werde, desto weniger empfinde ich dieses Nichtwissen als Schwäche. Vielleicht ist es sogar ehrlicher als viele Antworten, die Menschen sich geben, weil sie die Offenheit nicht aushalten. Wir verwechseln Gewissheit schnell mit Wahrheit. Eine Überzeugung kann uns beruhigen, uns Zugehörigkeit geben und unser Leben ordnen, ohne deshalb wahr zu sein. Das gilt für Religion ebenso wie für Atheismus, Wissenschaft, Psychologie und moderne Spiritualität. Der Mensch kann aus fast jedem Gedanken ein geschlossenes System machen, wenn dieses System ihn davor schützt, mit Unsicherheit, Endlichkeit und der Begrenztheit seiner eigenen Wahrnehmung zu leben.

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Wie Liebe uns verändert

Wenn wir vor und nach einer großen Liebe genau dieselben Menschen bleiben, haben wir uns ihr vielleicht nie wirklich geöffnet. Ich bin in Elif Shafaks Buch Die vierzig Regeln der Liebe, einem meiner absoluten Lieblingsbücher, auf dieses wunderschöne Zitat gestoßen. Ich musste innehalten, und es hat mich persönlich erschüttert, weil ich mich daran erinnern musste, wie oft ich zu einer Frau, mit der ich zusammen war, gesagt habe, dass ich sie liebe, und danach trotzdem derselbe geblieben bin. Nicht, weil ich sie nicht geliebt hätte, sondern weil ich mich dieser Erfahrung nie wirklich geöffnet hatte. Und das ist vielleicht eine meiner größten Lektionen, wenn es um romantische Beziehungen geht. Lass es mich erklären.

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In einer Welt voller Masken und Gleichgültigkeit wird Authentizität zum Akt der Rebellion.

Glaub mir: du musst dich nicht ständig verbessern, interessanter machen oder beweisen, damit jemand deinen Wert erkennt. Deine einzige Aufgabe ist zu existieren. Mehr nicht. Wirklich da zu sein, als der Mensch, der du bist, bevor du anfängst zu überlegen, welche Version von dir besser ankommen könnte.Wir leben in einer Zeit, in der viele gelernt haben, sich selbst wie ein Produkt zu behandeln. Die richtige Seite zeigen, die richtigen Worte finden, Wirkung kontrollieren, sich erklären, rechtfertigen und möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

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Sexsucht

Sexsucht, oder klinisch präziser, zwanghaftes sexuelles Verhalten, ist etwas, mit dem ich in meiner Praxis arbeite, und es wird sowohl klinisch als auch kulturell tief missverstanden. Denn es sieht so aus, als ginge es um Sex, aber sehr oft geht es nicht nur um Sex.

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