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Ein Raum für Wachstum, tiefe Selbstwahrnehmung und echte Intimität.

Warum wir lieber einer tröstenden Lüge glauben als einer unbequemen Wahrheit

Wir leben in dem, was der Philosoph Zygmunt Bauman „flüchtige Moderne“ nannte, in einer Zeit, in der sich alles schneller verändert, als der menschliche Geist leicht aufnehmen kann: die Wirtschaft, die Technologie, die Werte und sogar wissenschaftliche Fakten, die ständig diskutiert und überarbeitet werden. Aus Sicht der evolutionären Psychologie wurde der menschliche Geist nicht dafür gebaut, gleichzeitig mit dieser enormen Menge an Variablen, Möglichkeiten und globaler Komplexität bequem umzugehen. Das menschliche Gehirn hat sich entwickelt, um in konkreten Umgebungen schnelle und entschlossene Entscheidungen zum Überleben zu treffen, dort, wo Gefahr, Zugehörigkeit, Nahrung, Bedrohung und soziale Position unmittelbare Folgen hatten. Wenn wir dieses Gehirn in ein Zeitalter stellen, das von einem ununterbrochenen Strom widersprüchlicher Informationen und komplexer Daten überflutet wird, kann es in einen Zustand der „kognitiven Überlastung“ geraten. Genau in diesem Moment entsteht der Hunger nach „Gewissheit“.

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Für alle, die neu in der Spiritualität sind, fangt hier an.

Praktische Spiritualität: Philosophie und Ideen sind schön und können manchmal hilfreich sein, aber das Wichtigste beim Erkunden von Spiritualität ist, dass wir auf das schauen, was praktisch und geerdet ist. Auf das, was tiefe Veränderung in uns schafft und den Menschen um uns herum dient. Wenn wir uns nur mit spirituellen Ideen beschäftigen und nichts davon praktisch wird, leben wir Spiritualität nicht. Wir hören nur davon.

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Ein Mensch kann von Menschen zerbrochen werden und trotzdem nicht durch Isolation heilen.

Das gehört zu den schwereren Dingen, die man sich eingestehen muss, besonders nach Verrat, nach einem öffentlichen Zusammenbruch, nachdem man Geld, Vertrauen, Ruf, Freunde, ein Geschäft oder die Menschen verloren hat, von denen man still geglaubt hatte, sie würden an der eigenen Seite stehen, wenn sich das Leben gegen einen wendet. In so einem Fall stellt der Geist meistens keine sauberen philosophischen Fragen. Er kreist um dieselben brutalen Fragen, bis sie fast zu einem Raum werden, in dem man lebt.

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Wenn Menschen sagen: „Ich möchte, dass meine Bedürfnisse erfüllt werden“, ist das oft wahr, aber unvollständig.

Denn zwei Erfahrungen können von außen identisch aussehen und sich innerlich völlig unterschiedlich anfühlen. Jemand kann genau das tun, worum du gebeten hast. Er kann den richtigen Satz sagen. Die Umarmung anbieten. Den Tee bringen. Die Frage stellen. Pünktlich auftauchen. Dich sanft berühren. Dir Raum geben. Technisch gesehen ist das Bedürfnis erfüllt.

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Bis zum Tod ist jede Niederlage psychologisch.

Manche Dinge sind tatsächlich vorbei. Ein Mensch geht. Eine Möglichkeit schließt sich. Gesundheit, Zeit, Vertrauen oder Geld können verloren gehen. Trauer darüber ist keine Schwäche, sondern eine angemessene Antwort auf etwas, das Bedeutung hatte.

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