Ein Morgenimpuls für dich ☀️
Es gibt eine besondere Erschöpfung, die daraus entsteht, immer wieder dieselben emotionalen Muster zu wiederholen, zu denselben Beziehungen zurückzukehren, zu denselben Jobs, zu denselben Arten zu sein, in der Hoffnung, dass es dieses Mal anders wird. Wird es nicht. Die Müdigkeit, die du spürst, hat wenig damit zu tun, wie hart du arbeitest. Sie entsteht daraus, dass du Dinge tust, die dich nicht nähren. Daraus, Energie in das zu investieren, was dich auslaugt, statt in das, was dich entzündet.
Du fühlst dich oft müde nicht weil du zu viel getan hast, sondern weil du zu wenig von dem getan hast, was in dir ein Licht entfacht. Und das, was dieses Licht entfacht, ist etwas anderes als das, von dem du glaubst, dass es das tun sollte. Genau hier bleiben viele Menschen stecken. Sie jagen dem nach, was richtig aussieht, was Sinn ergibt, was andere gutheißen würden. Und sie wundern sich, warum sie sich so leer fühlen.
Der Körper weiß, was er braucht. Er reagiert auf Lebendigkeit, auf echtes Begehren, auf Arbeit, Beziehungen und Kreativität, die sich nach Ausdehnung anfühlen statt nach Enge. Ignorierst du dieses Signal lange genug, wird Müdigkeit zu deinem Grundzustand. Du verwechselst Erschöpfung mit dem, wer du bist.
Die meisten Menschen hinterfragen niemals die Architektur ihres eigenen Sehnens. Sie übernehmen Vorlagen für Glück von ihren Eltern, von der Kultur, von früheren Versionen ihrer selbst, die es längst nicht mehr gibt. Dann spielen sie diese Vorlagen mit wachsender Verzweiflung nach und fragen sich, warum das versprochene Gefühl nie eintritt. Der Verstand kann fast alles rechtfertigen. Er baut ausgeklügelte Geschichten darüber, warum du bleiben solltest, warum du dich mehr anstrengen musst, warum Gehen Versagen bedeutet. Aber der Körper lügt nicht. Er weiß, wann du deine Lebensenergie für etwas ausgibst, das dich nicht zurück will.
Es gibt einen Unterschied zwischen auf etwas hinzuarbeiten und gegen dich selbst zu arbeiten. Das eine erzeugt Momentum. Das andere erzeugt Reibung, die sich als Anstrengung tarnt. Du kannst dich tugendhaft fühlen, weil du dich so sehr bemühst, und gleichzeitig das ersticken, was in dir lebendig werden will. Das Bemühen selbst wird zum Problem – zu einer Strategie, der tieferen Frage auszuweichen, ob das, worin du dich gerade verlierst, überhaupt noch zu dem passt, wer du heute bist.
Glück liegt nicht verborgen in den Trümmern dessen, was dich zerbrochen hat. Es wartet in der Richtung, in die du dich nicht zu schauen traust, weil sie erfordert einzugestehen, dass du die ganze Zeit am falschen Ort gegraben hast. Dieses Eingeständnis fühlt sich wie Scheitern an, bis du erkennst, dass es das erste Ehrliche ist, was du seit Jahren getan hast.
Have a nice day 🤍
Joe Turan
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