Ein Morgenimpuls für dich ☀️
Wenn du unter ständiger Erschöpfung, innerer Unruhe, Brain Fog, PMS oder Stimmungsschwankungen leidest. Und wenn du zu deiner Ärztin oder deinem Arzt gehst, Blut abgenommen wird und dir gesagt wird, dass alles in Ordnung ist, dann ist dieser Artikel für dich.
Was dabei fehlt: Psychische Symptome existieren selten isoliert. Sie entstehen aus dem Zusammenspiel von mentaler Belastung ja aber auch von Nährstoffverarmung, chronischem Stress, Entzündungen und Stoffwechselstörungen. Geist und Körper sind keine getrennten Systeme. Wenn eines ins Wanken gerät, kompensiert das andere bis es nicht mehr kann.
Das Standard-Blutbild wurde nicht dafür entwickelt, funktionelle Defizite zu erkennen, die dein Nervensystem destabilisieren. Es sucht nach Krankheit, nicht nach Erschöpfung. Es fragt: „Sind Sie krank genug?“ – obwohl die eigentliche Frage lautet: „Haben Sie genug Kapazität, um sich zu regulieren, klar zu denken und sich innerlich stabil zu fühlen?“
Deshalb teste ich gezielt Marker, die Energie, Konzentration, Stimmung und Stressresilienz direkt beeinflussen:
–Hormonpanel (Zyklus- und Stresshormone), insbesondere Östrogen, Progesteron (inkl. Verhältnis), ggf. Testosteron sowie DHEA. Diese Hormone beeinflussen Stimmung, Reizbarkeit, Schlaf, Libido, Stressverarbeitung und PMS maßgeblich. Ein Ungleichgewicht zeigt sich häufig nicht in Extremwerten, sondern in verschobenen Relationen, z. B. Östrogendominanz bei relativ niedrigem Progesteron. Gerade bei PMS, Zyklusbeschwerden, innerer Unruhe oder Erschöpfung liefert ein zyklusgerecht bestimmtes Hormonpanel wichtige Hinweise, die im Alltag oft übersehen werden.
–Ferritin (Eisenspeicher) für Konzentration, Motivation und mentale Leistungsfähigkeit. Zu niedrige Speicher können Müdigkeit, Reizbarkeit, Angstneigung und Konzentrationsprobleme verstärken, auch bei normalem Hb. Viele Frauen profitieren symptomatisch von Ferritinwerten oberhalb von ca. 60–80 ng/ml. Niedriges Ferritin (< 50 ng/ml) kann Müdigkeit und depressive Symptome verstärken.
–Vitamin B12, B6 und Folat (B9), zentral für Nervenfunktion, Stressresilienz, Stimmung und Energie. Mängel zeigen sich oft zuerst psychisch. Funktionelle Marker wie Holotranscobalamin oder Homocystein sind häufig aussagekräftiger als Serum-B12 allein.
–Vitamin D wirkt direkt auf Immunregulation, Entzündung, Stimmung und Hormonbalance. Ein chronischer Mangel belastet das Nervensystem. Der individuell sinnvolle Bereich liegt häufig zwischen 40–60 ng/ml.
–Magnesium für Nerven, Muskeln und Schlaf. Serumwerte können trotz Mangel unauffällig sein; Vollblut- oder intrazelluläre Messungen sind oft aussagekräftiger.
–Schilddrüse (TSH, fT3, fT4). Die Schilddrüse beeinflusst Antrieb, Belastbarkeit, Angstniveau, Konzentration und Zyklus. Subklinische Abweichungen werden häufig übersehen. TSH ca. 0,5–2,0 mIU/L, fT3 & fT4 im mittleren bis oberen Referenzbereich.
–HOMA-Index / HbA1c zeigen, wie gut Energie in deine Zellen gelangt. CRP, ein stiller Entzündungsmarker, beeinflusst Gehirn und Nerven. Cortisol / Stressprofil zeigt, wie gut dein Körper mit Belastung umgehen kann.
Viele dieser Werte liegen innerhalb des klassischen Normbereichs, sind aber aus funktioneller Sicht nicht optimal. Genau hier entstehen oft Symptome, die viel zu spät richtig erkannt werden.
Blutwerte ersetzen keine psychische Arbeit. Aber sie zeigen, wie viel Kapazität dein Nervensystem hat. Du kannst nicht regulieren, was du nicht versorgst. Und du kannst dich nicht aus einer erschöpften Biologie herausdenken.
Have a nice day 🤍
Joe Turan
🌐 www.joeturan.com
Wenn dir mein Content gefällt, unterstütze mich, indem du mir auf Instagram folgst:
IG: @joeturan1
Hier geht’s zu meinem Profil:
www.instagram.com/joeturan1
Danke 💚
Kommentar hinzufügen
Kommentare