Der mentale Aspekt von Angst: Wie geht der Verstand mit Angst um?

Veröffentlicht am 5. Februar 2026 um 20:22

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

 

Der mentale Aspekt von Angst: Wie geht der Verstand mit Angst um?

 

Ich möchte dich einladen, dir Angst als etwas außerhalb von dir vorzustellen so, als wäre sie ein kleines, verwirrtes Kind, das gehört werden möchte, aber Schwierigkeiten mit Einschätzung und Bewertung hat. Wie ein Kind, das Situationen nicht zuverlässig einordnen kann.

 

Lass mich dir ein Beispiel geben. Stell dir vor, deine Tochter kommt jetzt zu dir und sagt: „Papa, es brennt in der Küche.“ Wenn du davon ausgehst, dass ihre Beschreibung immer exakt stimmt, gerätst du in Panik und sie gerät mit dir in Panik. Stattdessen würdest du sagen: „Okay, lass uns in die Küche gehen und nachsehen.“ Du gehst hin, siehst, dass der Herd an ist und eine kleine Flamme brennt. Sie hat nicht gelogen aber ist diese Flamme wirklich ein Brand? Nein.

 

Genauso verhält es sich mit Angst. Die Botschaft der Angst ist nicht immer präzise. Wenn du mit Angst so umgehst, als wärst du selbst die Angst, wirst du sehr schnell erschöpft sein. Stattdessen ist es hilfreicher, Angst als etwas außerhalb von dir zu betrachten, mit dem du in einen inneren Dialog trittst. Stell sie dir mental vor, wie sie dir gegenübersteht. Was versucht sie dir zu sagen? Wovor versucht sie dich zu schützen?

 

Die Sprache der Angst dreht sich fast immer um Furcht. Die Furcht vor etwas, das in der Zukunft passieren könnte, basierend auf vergangenen Erfahrungen, auf Erwartungen, auf Dingen, die du in deinem Leben gesehen hast, in Serien beobachtet oder aus den Erfahrungen anderer gehört hast. Manches davon kann sogar logisch klingen. Doch Angst nutzt Logik manchmal auf eine verzerrte Weise.

 

Wenn du also Angst spürst, ist es deine Aufgabe, bei dir zu bleiben, innezuhalten und einen Atemzug zu nehmen.

 

Wie gehen wir praktisch mit Angst um?

 

Beobachte die Abfolge: Zuerst taucht ein Gedanke in deinem Kopf auf, danach entstehen Gefühle in deinem Körper. Diese Gefühle können ein schnellerer Herzschlag sein, innere Unruhe, Verwirrung oder Sorgen. Achte auf die Sprache der Angst: Häufig lautet sie „Was wäre, wenn …?“, „Was wird mir passieren?“, „Ich habe Angst, dass …“. Du wirst merken, dass sich alles um die Furcht vor etwas Unbekanntem dreht.

 

Der zweite Punkt: Versuche, Angst an ihrer Wurzel zu verstehen. Angst versucht, dich zu schützen aber wovor eigentlich? Vor einer eingebildeten Gefahr oder vor einer realen? Genau wie im Beispiel mit dem kleinen Mädchen oder Jungen, der zu seinem Vater kommt und sagt: „Papa, es brennt in der Küche.“ Ist es wirklich ein Brand oder nur eine kleine Flamme?

 

Wenn du dich mental mit der Angst auseinandersetzt und ihr Wesen verstehst, was ist dann ihre Realität? Ihre Realität ist Angst und in den meisten Fällen ist sie übertrieben. Oft handelt es sich um eine Überreaktion.

 

Schau dir die letzten hundert Situationen an, vor denen du Angst hattest. Sei ehrlich zu dir selbst: In wie vielen dieser hundert Situationen ist das schlimmstmögliche Szenario tatsächlich eingetreten? Meistens stellst du nach dem Ende der Situation fest: „Ich habe viel mehr hineininterpretiert, als nötig war.“

 

Ein ängstlicher Mensch sollte nicht glauben, dass er für den Rest seines Lebens ängstlich bleiben wird. Angst braucht Training. Wenn wir Angst als „Kind“ bezeichnen, dann haben manche Menschen ein gut erzogenes Kind und andere ein Kind, das ungezügelt umherläuft.

 

Das Ziel dieses Artikels ist es, sich Angst mental als ein Kind oder als ein Signal vorzustellen, das eine neue Ausrichtung braucht. Ist sie immer falsch? Nein. Ist sie immer richtig? Nicht unbedingt. Ist sie immer übertrieben? In den meisten Fällen ja – sie neigt dazu, Dinge größer erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich sind.

 

Have a nice day 🤍 

 

Joe Turan

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