Wenn du Antidepressiva einnimmst und keine deutliche Verbesserung spürst, ist dieser Artikel für dich.

Veröffentlicht am 9. Februar 2026 um 06:37

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

 

Wenn du Antidepressiva einnimmst und keine deutliche Verbesserung spürst, ist dieser Artikel für dich.

 

Viele Menschen erleben unter Antidepressiva eine partielle Erleichterung, suchen aber weiter nach etwas, das wirklich greift. Eine bahnbrechende Netzwerk-Metaanalyse aus dem Jahr 2025 gibt Hoffnung und liefert zugleich konkrete Hinweise darauf, welche Supplemente tatsächlich helfen könnten.

 

Schauen wir uns an, was diese große Studie herausgefunden hat und was das für Menschen bedeutet, die sich in einer Depressionsbehandlung befinden.

 

Was diese Studie tatsächlich gemacht hat

 

Die Forscher analysierten 192 klinische Studien mit über 17.000 Patientinnen und Patienten, um herauszufinden, welche Nutraceuticals, also Vitamine, Mineralstoffe und andere Nahrungsergänzungsmittel, die Wirksamkeit von Antidepressiva tatsächlich verbessern, wenn sie zusätzlich eingesetzt werden. Es ging nicht darum, Medikamente zu ersetzen, sondern die Behandlung für Menschen zu optimieren, die bereits Antidepressiva einnehmen.

 

Die Ergebnisse wurden unter der Kennnummer PMID: 40314175 veröffentlicht. Besonders aussagekräftig ist diese Analyse aufgrund ihres Umfangs: Statt sich auf eine einzelne Studie zu stützen, wurden Daten aus Hunderten von Studien zusammengeführt, um Muster dessen zu erkennen, was wirkt.

 

Die klaren Gewinner: Was tatsächlich wirkt

 

Nicht alle Supplemente sind gleich wirksam. Folgende stachen deutlich hervor:

 

Safran (etwa 30 mg pro Tag) zeigte die stärkste Verbesserung über alle Studien hinweg. Dieses goldene Gewürz zeigte nahezu durchgehend positive Effekte in Depressionsstudien.

 

Zink (etwa 25 mg pro Tag) sorgte in Zusatzstudien zu Antidepressiva für eine große und konsistente Verbesserung.

 

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA-dominante Formulierungen (1–2 g EPA pro Tag) zeigten starke Effekte. Dazu zählen auch Formulierungen, die von großen psychiatrischen Forschungsnetzwerken empfohlen werden.

 

SAMe (S-Adenosylmethionin, 800–1600 mg pro Tag) zeigte in randomisiert-kontrollierten Studien relevante Effekte.

 

Curcumin (etwa 500–1000 mg pro Tag), der aktive Bestandteil von Kurkuma, zeigte ebenfalls Nutzen, wobei Darreichungsform und Bioverfügbarkeit eine große Rolle spielen.

 

Carnitin (häufig Acetyl-L-Carnitin, 1–2 g pro Tag) zeigte ebenfalls deutliche Verbesserungen, allerdings mit größerer Unsicherheit aufgrund weniger und kleinerer Studien.

 

Die zentrale Erkenntnis: Sie wirken nicht wie Antidepressiva

 

Hier wird es besonders interessant. Dr. William Wallace, der diese Analyse geteilt hat, erklärt, dass diese Supplemente vermutlich nicht wirken, indem sie Depression so behandeln, wie Medikamente es tun. Stattdessen adressieren sie zugrunde liegende biologische Begrenzungen, die die Wirksamkeit von Antidepressiva einschränken.

 

Man kann es sich so vorstellen: Die meisten Antidepressiva zielen auf Neurotransmitter ab, also chemische Botenstoffe im Gehirn. Wenn jedoch Faktoren wie Entzündungen, Nährstoffmängel oder metabolischer Stress vorliegen, kann das Antidepressivum nicht optimal wirken. Es ist, als würde man ein Auto mit hervorragenden Bremsen fahren, aber mit abgefahrenen Reifen und zu wenig Öl.

 

Die Nutraceuticals, die in dieser Analyse besonders wirksam waren, also Safran, Zink, Omega-3, SAMe und Curcumin, halfen vermutlich, diese Begrenzungen zu reduzieren. Sie behandeln Depression nicht direkt, sondern schaffen bessere Bedingungen dafür, dass das Antidepressivum seine Wirkung entfalten kann.

 

Wer könnte besonders profitieren?

 

Basierend auf dieser Analyse könnten diese Nutraceuticals besonders hilfreich sein, wenn du:

 

• seit einiger Zeit ein Antidepressivum einnimmst, aber keine vollständige Symptomlinderung erreichst

• Anzeichen von Entzündung oder metabolischen Problemen hast

• einen Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Omega-3, Zink oder Vitamin D aufweist

• neben Depression auch unter niedriger Energie oder geringer Stressresilienz leidest

 

Diese Analyse bietet etwas Seltenes: groß angelegte Evidenz dafür, dass bestimmte Nutraceuticals die Wirksamkeit von Antidepressiva deutlich verbessern können. Entscheidend ist jedoch der Wirkmechanismus. Es handelt sich nicht um „natürliche Antidepressiva“, sondern um Werkzeuge, die biologische Begrenzungen adressieren, welche deine aktuelle Behandlung einschränken.

 

Welche davon für dich sinnvoll sind und wie stark sie helfen, hängt wahrscheinlich davon ab, was deinem individuellen Körper gefehlt hat oder wodurch er metabolisch belastet war. Das ist personalisierte Medizin in der Praxis: das Verständnis, dass Depressionsbehandlung keine Einheitslösung ist und optimale Ergebnisse oft erfordern, mehrere Ebenen gleichzeitig zu berücksichtigen.

 

Wenn du trotz Medikation kämpfst, legt diese Forschung nahe, dass es evidenzbasierte Optionen gibt, die es wert sind, geprüft zu werden, nicht als Ersatz für deine Behandlung, sondern als gezielte Ergänzungen, die dir möglicherweise helfen, dich endlich wieder wie du selbst zu fühlen.

 

Referenz:

PMID: 40314175 – Netzwerk-Metaanalyse zu Nutraceuticals als Zusatz zu Antidepressiva (192 Studien, über 17.000 Patientinnen und Patienten)

 

Have a nice day 🤍 

Joe Turan

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