Ein Morgenimpuls für dich ☀️
Der Grund, warum Ehen scheitern, liegt nicht darin, dass Menschen inkompatibel sind. Sondern darin, dass sie aufhören, die Dinge zu tun, die diese Kompatibilität überhaupt erst geschaffen haben.
Ihr hört auf, miteinander Spaß zu haben. Stattdessen probt ihr eure Kränkungen. Dieselben Streitereien. Dieselben Enttäuschungen. Dieselbe Litanei darüber, wie ihr euch gegenseitig enttäuscht habt. Das wird zur Textur eurer Verbindung. Und das Staunen verschwindet.
Spaß ist nicht banal. Er ist Überleben. Wenn ihr zusammen lacht, wenn ihr spielt, wenn ihr etwas Lächerliches tut, aus keinem anderen Grund als weil es sich gut anfühlt, erinnert ihr euch daran, warum ihr euch füreinander entschieden habt. Das Gewicht wird leichter. Die Abwehrmechanismen werden weicher. Ihr werdet wieder Menschen, die einander mögen, statt Menschen, die einander verwalten.
Betet zusammen. Meditiert zusammen. Praktiziert Spiritualität gemeinsam. Das Ziel einer Ehe ist es, eure rechten Gehirnhälften zu verschmelzen. Der analytische, problemlösende Geist hält euch funktional. Der intuitive, relationale Geist hält euch verbunden. Wenn ihr gemeinsam Präsenz übt, wenn ihr zusammen in Stille sitzt oder im Gebet oder in Ehrfurcht vor etwas, das größer ist als eure individuellen Egos, entsteht Kohärenz. Eure Nervensysteme synchronisieren sich. Ihr hört auf, als zwei getrennte Individuen zu agieren, die Bedingungen aushandeln, und beginnt, als ein vereintes Feld zu funktionieren.
Haltet Blickkontakt, wann immer ihr miteinander sprecht. Das klingt einfach. Die meisten Paare tun es nie. Ihr redet, während ihr scrollt. Während ihr kocht. Während ihr euch im Flur aneinander vorbeibewegt. Worte ohne Präsenz. Kommunikation ohne Verbindung.
Blickkontakt ist für Frauen wichtiger als für Männer. Sie produziert durch anhaltenden Blickkontakt dreimal so viel Oxytocin. Das bedeutet, sie kann sich besser binden. Und es bedeutet auch, dass sie schneller verhungert, wenn sie nicht genug davon bekommt. Wenn du sie ansiehst, während sie spricht, tust du ihr keinen Gefallen. Du nährst die Beziehung. Du signalisierst: Ich bin hier. Du bist wichtig. Das, was du sagst, ist meine volle Aufmerksamkeit wert.
Immer in Berührung sein. ABT. Das ist für Männer wichtiger als für Frauen. Wenn sie beim Gehen ihren Arm in deinen hakt, spürst du es in deiner Brust. Groß. Stark. Zugehörig. Gewählt. Berührung ist kein Vorspiel. Sie ist Beruhigung. Sie ist die konstante, unterschwellige Kommunikation, die sagt: wir sind immer noch wir. Ich will dir nahe sein.
Diese vier Dinge klingen absurd grundlegend. Und das sind sie auch. Genau deshalb tun die meisten Menschen sie nicht. Sie glauben, eine Ehe brauche große Gesten. Tiefe Therapie. Intensive Retreats. Und manchmal stimmt das. Meistens aber braucht sie die unerbittliche Praxis kleiner, verkörperter Rituale, die euch aneinander binden, wenn alles andere versucht, euch auseinanderzuziehen.
Spaß erinnert euch daran, dass euch dieser Mensch erfreut. Gebet synchronisiert eure Seelen. Blickkontakt baut Vertrauen auf. Berührung erdet die Verbindung. Ohne all das seid ihr Mitbewohner, die Logistik verhandeln. Mit all dem seid ihr Partner, die ein Leben aufbauen, das sich tatsächlich lebendig anfühlt.
Der Grund, warum Ehen scheitern, ist, dass sie aufhören, Freude zu priorisieren. Sie hören auf, heiligen Raum zu schaffen. Sie hören auf, präsent zu sein. Sie hören auf, sich zu berühren. Und dann wundern sie sich, warum die Liebe verschwunden ist.
Sie ist nicht verschwunden. Ihr habt aufgehört, sie zu nähren. Und eine Beziehung, die nicht genährt wird, wird immer verhungern. Auch wenn ihr beide noch am selben Tisch sitzt.
Have a nice day 🤍
Joe Turan
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