Während eines Konflikts mit deinem Partner oder deiner Partnerin: Gleiche die Emotion ab, nicht die Eskalation.

Veröffentlicht am 17. Februar 2026 um 21:16

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

 

Während eines Konflikts mit deinem Partner oder deiner Partnerin: Gleiche die Emotion ab, nicht die Eskalation.

 

Die meisten Menschen machen es umgekehrt. Eine Person kommt aufgebracht an, die Stimme lauter, die Worte schärfer, und die andere begegnet ihr auf derselben Ebene. Die Lautstärke steigt, die Körper spannen sich an, Worte überlagern sich. Es fühlt sich an, als würdest du deinen Standpunkt verteidigen, doch in Wirklichkeit ist es Eskalation in Verkleidung. Intensität zu spiegeln löscht kein Feuer. Sie verbreitet es.

 

Emotion anzuerkennen und dabei reguliert zu bleiben, bringt das System wieder nach unten.

 

Der Unterschied:

 

Unhilfreiche Kommunikation arbeitet mit Kraft, Druck und Lautstärke.

Wirksame Kommunikation arbeitet mit Tonfall, Einstimmung und Präsenz.

 

Wenn jemand emotional ist, bittet er nicht darum, dominiert zu werden. Er möchte abgeholt werden. Abgeholt zu werden bedeutet nicht, einverstanden zu sein. Es bedeutet zu zeigen, dass du verstehst, was in ihm oder ihr gerade lebendig ist, ohne zusätzliche Unruhe hineinzubringen.

 

Ein geerdeter Mensch wird nicht vom Sturm mitgerissen. Er bleibt darin, ohne sich selbst zu verlieren.

 

Nervensysteme regulieren sich gegenseitig. Wenn eine Person während eines Konflikts ruhig und emotional präsent bleibt, folgt das System der anderen oft.

 

So kann das konkret aussehen:

 

Wenn dein Partner oder deine Partnerin traurig ist, werde nicht starr und zieh dich nicht zurück, werde weicher.

Wenn dein Partner oder deine Partnerin überfordert ist, werde nicht analytisch, verlangsame dich.

Wenn dein Partner oder deine Partnerin frustriert ist, mache daraus keinen Kampf, bleib stabil.

 

Du erkennst das Gefühl an, ohne die Ladung zu verstärken. Der Tonfall übernimmt die Arbeit.

 

Unhilfreich: „Ich habe das doch schon erklärt. Du übertreibst. Warum ist das jetzt plötzlich ein riesiges Problem?“

 

Hilfreich: „Ich merke, wie sehr dich das beschäftigt. Erzähl mir, was passiert ist.“

 

Das eine schließt die Tür. Das andere hält sie offen. Ruhe ist keine Passivität, sie ist Regulation des Nervensystems. Reagieren ist automatisch. Präsent zu bleiben, wenn Emotionen hochgehen, ist eine bewusste Entscheidung.

 

Das bedeutet nicht, schlechtes Verhalten hinzunehmen. Grenzen können ruhig gesetzt werden, wenn nötig auch klar und fest. Reaktive Grenzen erzeugen mehr Chaos. Klare Grenzen stellen Ordnung wieder her.

 

Wenn die Situation sich aufheizt, halte kurz inne, senke deine Stimme, verlangsame dein Sprechen, löse Spannung aus den Schultern und atme in den Bauch. Erkenne zuerst an, was dem anderen wichtig ist, bevor du etwas Eigenes einbringst. Wenn sich die emotionale Ladung gelegt hat, bringst du deine Perspektive, deine Bedürfnisse und deine Grenzen ein.

 

Du musst Emotionen nicht überwältigen. Du bleibst reguliert und gleichzeitig verbunden.

 

Have a nice day 🤍 

 

Joe Turan

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