Ein Morgenimpuls für dich ☀️
Was wir leben und was wir sehen, ist vielleicht nicht die Realität selbst, sondern vielmehr eine Repräsentation der Realität. Die Realität, in der wir leben, ist möglicherweise nicht die Realität, wie sie an sich ist. Vielleicht fühlt sich das, was wir erleben, fest und endgültig an, aber es ist dennoch ein konstruiertes Modell, das davon geprägt ist, wie unser Geist arbeitet.
Und ich werde euch etwas über einfache Realität erzählen. Wir müssen wissen, dass unsere Sinne uns nicht das vollständige Bild geben, sie filtern es. Unsere Augen sehen nicht alles Licht. Ultraviolett und Infrarot können wir nicht sehen. Unsere Ohren können nicht alle Frequenzen hören. Unsere menschlichen Sinne sind auf Überleben ausgelegt, nicht darauf, die gesamte Struktur der Wahrheit zu erfassen. Die Realität ist viel umfassender als das, was wir sehen, hören und fühlen. Wir sehen nur einen kleinen Ausschnitt des Universums, in dem wir leben.
Und wir müssen verstehen, dass das Gehirn nicht nur empfängt, es erschafft auch. Das Gehirn nimmt die elektrischen Signale, die es erhält, übersetzt sie und baut auf ihrer Grundlage ein Bild auf. Das einfachste Beispiel ist die Farbe Rot. Sie existiert im Universum nicht als „Rot“. Sie existiert als Wellenlänge. Unser Gehirn erschafft die Erfahrung von Rot, um das zu interpretieren, was wir sehen. Das, was wir sehen, ist also eine Interpretation. Es ist nicht das Ding an sich. Es ist eine konstruierte Erfahrung, die durch äußeren Input begrenzt ist.
Träume zeigen uns etwas Wichtiges. Wenn wir etwas träumen und dann aufwachen, sagen wir: Mein Gott, es fühlte sich so real an, was ich geträumt habe. Das Gehirn kann ein Bild erschaffen, das sich für uns so real anfühlt, als hätten wir es wirklich erlebt, selbst ohne äußeren sensorischen Input. Wir waren am Schlafen, und dennoch hat das Gehirn ein vollständiges Szenario erschaffen. Das beweist nicht, dass das Wachleben ein Traum ist, aber es zeigt, dass unser Realitätssinn intern erzeugt und zutiefst überzeugend sein kann.
Heute stellen Relativitätstheorie und Quantenphysik den einfachen Realismus noch stärker infrage. Sie zeigen, dass Teilchen auf den kleinsten Skalen, wie Atome, Photonen, Elektronen, Protonen und Neutronen, sich nicht wie feste Objekte mit festen Positionen verhalten, bis sie mit anderen Systemen interagieren. Was dabei oft missverstanden wird, ist, dass „Beobachtung“ in der Physik nicht notwendigerweise menschliches Bewusstsein bedeutet, sondern physikalische Wechselwirkung oder Messung. Diese Erkenntnisse beweisen nicht, dass Bewusstsein die Realität erschafft, aber sie stellen die Vorstellung infrage, dass Realität im naiven Sinn eine feste, beobachterunabhängige Struktur ist.
Deshalb hört man oft, dass wir nicht die Realität selbst leben, sondern die Erfahrung der Realität. Bewusstsein ist der Vermittler, durch den Realität zu Erfahrung wird.
Have a nice day 🤍
Joe Turan
🌐 www.joeturan.com
Wenn dir mein Content gefällt, unterstütze mich, indem du mir auf Instagram folgst:
IG: @joeturan1
Hier geht’s zu meinem Profil:
www.instagram.com/joeturan1
Danke 💚
Kommentar hinzufügen
Kommentare