Hier ist ein neurowissenschaftlicher Trick, um negative Gedankenschleifen zu stoppen. Ich bringe ihn meinen Klienten bei. Probier ihn aus, vielleicht hilft er dir.
Ich werde dir etwas sagen, das die meisten Menschen über ihr Gehirn missverstehen. Du hast eigentlich kein Denkproblem. Du hast ein Aufmerksamkeitsproblem. Du denkst jetzt vielleicht: Was? Mein Gehirn hat eine Aufmerksamkeitsverzerrung? Ja. Dein Gehirn arbeitet wie ein Algorithmus. Worauf immer du deine Aufmerksamkeit richtest und womit du dich beschäftigst, davon schickt es dir mehr. Und wenn du regelmäßig in negativen Gedankenschleifen festhängst, trainierst du deine Aufmerksamkeit gerade auf Stress. Jedes Mal, wenn du Sorgen durchspielst oder Worst-Case-Szenarien wieder und wieder im Kopf ablaufen lässt oder innerlich mit Problemen diskutierst, die noch gar nicht eingetreten sind, markiert dein Gehirn das als wichtig. Und es beginnt, dir mehr davon zu liefern. Das ist nicht nur eine Frage des Mindsets. Dahinter steckt echte Neurowissenschaft. Dein Gehirn arbeitet den ganzen Tag mit drei großen Netzwerken. Dein Salienznetzwerk ist das System, das entscheidet, was wichtig ist. Das Default Mode Network ist wie die sich wiederholende Geschichte deines Lebens. Und das Dopamin-Belohnungssystem ist die Schaltkreislaufstruktur, die deinem Gehirn sagt, worauf es sich zu achten lohnt. Wenn du dir Sorgen machst und negative Gedankenschleifen durchläufst, können alle diese Systeme gleichzeitig beteiligt sein. Und dein Gehirn sagt: Das ist wichtig. Lass uns weiter darüber nachdenken. Und lass uns nach mehr Dingen Ausschau halten, die ähnlich sind. Und plötzlich ist dein innerer Feed voller negativer Gedankenschleifen. Schleifen wie: Was, wenn etwas schiefgeht? Was, wenn ich das vermassle? Was, wenn die Zukunft auseinanderfällt? Und das nicht, weil das Leben schlimmer geworden ist. Sondern weil dein Gehirn gelernt hat, dass Sorgen Aufmerksamkeit bekommen.
So beginnst du, das zu verschieben. Schritt eins: Nimm dein Handy und stelle einen Timer auf eine Minute. Dann beginne, Dinge zu benennen, die du bereits in deinem Leben hast und die du wertschätzt, und warum du sie wertschätzt. Sag es laut oder leise vor dich hin, aber es ist wichtig, dass du dein Gehirn mit deinem Mund vollständig einbindest. Zum Beispiel: Mein Kaffee heute Morgen war genau richtig. Dann halte kurz inne und spüre dieses kleine Aufflackern von Wertschätzung. Diese kleine Verschiebung, diese kleine Wärme. Dann das Nächste. Das Lachen meiner Töchter. Halt inne. Spüre es. Mach das eine ganze Minute lang.
Schritt zwei: Wenn der Timer abläuft, stell ihn nochmal und mach noch zwei weitere Runden. Und was ist gerade passiert? Diese kleinen Momente von Wertschätzung beginnen, die Aufmerksamkeit deines Gehirns zu verschieben. Du hast deinem Nervensystem gesagt: Diese Signale von Wertschätzung sind die Signale, die wichtig sind. Also beginnt dein Salienznetzwerk, sie als bedeutsam zu markieren. Dein Belohnungssystem verstärkt sie. Und mit der Zeit beginnt dein Default Mode Network, bessere, positivere Schleifen deiner Lebensgeschichte abzuspielen. Langsam, und mit Übung, hört dein Gehirn auf, standardmäßig nach Dingen zu greifen, über die es sich sorgen kann. Nicht, weil du es gezwungen hast. Sondern weil du ihm etwas anderes zum Üben gegeben hast. Du brauchst keinen besseren Verstand. Du brauchst nur eine bessere Praxis.
Have a nice day 🤍
Joe Turan
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