Das „Liebeshormon“ Oxytocin könnte der Schlüssel zur Heilung gebrochener Herzen sein.

Veröffentlicht am 5. April 2026 um 20:56

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

 

Es wurde festgestellt, dass Oxytocin Herzstammzellen stimuliert und nach einer Verletzung Herzgewebe regeneriert.

Das „Liebeshormon“ Oxytocin könnte der Schlüssel zur Heilung gebrochener Herzen sein, indem es die Regeneration von Herzmuskelzellen auslöst.

 

Wissenschaftler der Michigan State University haben herausgefunden, dass Oxytocin, das Hormon, das oft mit sozialer Bindung in Verbindung gebracht wird, eine entscheidende Rolle bei der Reparatur des Herzens spielt. In Studien mit Zebrafischen und menschlichen Zellkulturen wurde festgestellt, dass Oxytocin vom Epikard abgeleitete Vorläuferzellen (Epicardium-derived Progenitor Cells, EpiPCs) aktiviert. Diese spezialisierten Stammzellen haben die besondere Fähigkeit, sich in Kardiomyozyten umzuwandeln, also in die Muskelzellen, die den Herzschlag erzeugen. Wenn ein Herz verletzt wird, steigt der Oxytocinspiegel stark an und signalisiert dem Körper damit gewissermaßen, mit dem Wiederaufbau von verlorenem oder geschädigtem Herzgewebe zu beginnen.

 

Dieser Durchbruch deutet auf einen vielversprechenden neuen Weg zur Behandlung von Herzerkrankungen und zur Erholung nach Herzinfarkten hin. Während Zebrafische diesen Mechanismus natürlicherweise nutzen, um ihre Herzen zu heilen, bestätigen Labortests an menschlichen Zellen, dass Oxytocin andere Moleküle bei der Stimulation von Regeneration übertrifft. Da Oxytocin in anderen medizinischen Zusammenhängen bereits für die Anwendung zugelassen ist, glauben Forscher, dass es relativ schnell für die Herztherapie umgewidmet werden könnte. Zukünftige klinische Studien werden sich darauf konzentrieren, länger wirksame Versionen des Hormons zu entwickeln, um Patienten beim Nachwachsen gesunden Herzmuskels zu helfen und eine wichtige Herz-Kreislauf-Funktion wiederherzustellen.

 

Oxytocin kann auch auf natürliche Weise im Körper erhöht werden, vor allem durch zwischenmenschliche Nähe und Verbindung. Körperkontakt wie Umarmungen, Berührungen, Kuscheln oder auch eine Massage kann die Ausschüttung deutlich steigern. Ebenso fördern Blickkontakt, ehrliche Gespräche, Vertrauen und emotionale Nähe die Produktion dieses Hormons. Auch positive soziale Interaktionen, Lachen, gemeinsames Erleben und sogar das Halten der Hand eines vertrauten Menschen können den Oxytocinspiegel erhöhen. Es geht dabei weniger um die Handlung selbst, sondern um die Qualität der Verbindung, Sicherheit und das Gefühl, gesehen und angenommen zu sein.

 

Quelle: Wasserman, A. H., Huang, A., & Aguirre, A. Oxytocin promotes epicardial cell activation and heart regeneration after cardiac injury. Frontiers in Cell and Developmental Biology.

 

Joe Turan

🌐 www.joeturan.com 

 

Wenn dir mein Content gefällt, unterstütze mich, indem du mir auf Instagram folgst:

 

IG: @joeturan1

 

Hier geht’s zu meinem Profil:

www.instagram.com/joeturan1

 

Danke 💚

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.