Was bedeutet „sicherstellen“ überhaupt?

Veröffentlicht am 20. Mai 2026 um 21:23

Was bedeutet „sicherstellen“ überhaupt?

Ein Morgenimpuls für dich ☀️ 

Es gibt keine Angst auf dieser ganzen Welt, keine Anxiety auf dieser ganzen Welt, die nicht mit Unsicherheit verbunden ist, mit Nichtwissen. Du weißt nicht, was passieren wird. Wenn du es wüsstest, hättest du keine Angst. Was machst du also? Du verbringst dein Leben damit, zu versuchen zu wissen, damit du aufhören kannst, Angst zu haben. Aber was, wenn es eigentlich so etwas wie Wissen gar nicht gibt? Was, wenn es so etwas wie „Ich kann das zu 100 % garantieren“ gar nicht gibt? Pass auf. Ich sage nicht: „Was, wenn du nicht zu 100 % wissen kannst?“ Ich sage: „Was, wenn es so etwas wie 100 % von Anfang an gar nicht gibt?“ Das sind die unsichtbaren Dinge. Alles, was dir verborgen ist. Deine Gesundheit, dein Leben, dein Tod, dein Essen, dein Trinken, alles. Jeder Schritt, den du im Leben machst, basiert im Grunde auf Unsicherheit. In Wahrheit lebst du von dem Moment an, in dem du auf diese Welt kommst, auf unsicherem Boden. Was wäre also, wenn wir Frieden mit der Idee schließen würden, dass wir vielleicht niemals wissen werden? Ich werde niemals mit Sicherheit wissen, ob ich diese oder jene Krankheit habe. Aber werde ich meine ganze Zeit damit verbringen, zu zweifeln und zu kontrollieren, um sicherzugehen, dass ich sie nicht habe, bis hin zu Besessenheit und Schmerz? Dann wird der Schmerz aus der Angst vor dem Unbekannten größer als der Schmerz dessen, was in diesem Unbekannten vielleicht tatsächlich passieren könnte.

 

Und die Sache ist sehr einfach. Wenn du als Kind dem Unbekannten ausgesetzt warst und das Unbekannte Schaden bedeutet hat, wenn du in einem Umfeld aufgewachsen bist, das unstetig oder schwer vorhersehbar war, wo jemand ohne Grund geschrien hat, wo du ohne Grund geschlagen wurdest, wo dich jemand angeschrien oder schlecht behandelt hat ohne Grund, dann wirst du aufwachsen und Unvorhersehbarkeit als etwas erleben, das deine Zerstörung bedeutet. Dein Nervensystem speichert in sich die Vorstellung, dass alles Unbekannte oder Unklare für dich zwangsläufig etwas sehr, sehr, sehr, sehr Schlimmes ist. Dann taucht Anxiety auf und sagt: „Was soll ich tun? Wie stelle ich sicher, dass nichts plötzlich vor mir auftaucht und mich verletzt?“ Und es gibt viele Schichten im Umgang mit Anxiety, aber am Ende gibt es kein Entkommen vor Unsicherheit. Unsicherheit existiert sowieso, egal wie sehr du versuchst zu kontrollieren, egal wie viel du überprüfst, egal wie sehr du sicherstellst, dass alles in Ordnung ist. 

 

Was bedeutet „sicherstellen“ überhaupt? Vergiss diese ganze Idee. Lass deine Augen dem Unbekannten begegnen. Sitz ein bisschen damit. Dann sitz noch ein bisschen länger damit, langsam, so viel du kannst und so viel dein Nervensystem aushalten kann. Vielleicht gibt es dort gar kein Monster. Vielleicht ist das eigentliche Monster unser Wunsch nach Kontrolle, nicht das, was passieren wird, wenn wir nicht kontrollieren.

 

Habe a nice day 🤍 

 

Joe Turan

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