Drei Techniken, die ich mit meinen Klienten nutze, wenn Angst und Grübeln kaum noch Ruhe lassen
Ein Morgenimpuls für dich ☀️
1. Sorgen aufschieben
Kennst du das? Ein Gedanke taucht auf und plötzlich beginnt dein Kopf, alle möglichen Szenarien durchzuspielen. Was, wenn etwas schiefgeht? Was, wenn ich etwas übersehen habe? Und ehe du dich versiehst, bist du seit einer Stunde am Grübeln. Eine einfache Übung ist, dir jeden Tag 15 Minuten bewusst Zeit für deine Sorgen zu nehmen. Wenn tagsüber ein beunruhigender Gedanke kommt, sagst du dir: „Okay, darüber denke ich heute Abend nach.“ Anfangs wird das wahrscheinlich nicht immer funktionieren, aber mit etwas Übung merkst du, dass du nicht jedem Gedanken sofort deine Aufmerksamkeit schenken musst. Und manchmal stellst du am Abend fest, dass die Sorge längst nicht mehr so wichtig ist.
2. Gedanken einfach vorbeiziehen lassen
Viele Menschen versuchen, unangenehme Gedanken loszuwerden, indem sie ständig darüber nachdenken, sie analysieren oder sich selbst beruhigen. Das Problem ist, dass sie sich dadurch oft noch länger damit beschäftigen. Versuch mal Folgendes: Wenn ein Gedanke auftaucht, stell dir vor, du hörst jemanden im Nachbarzimmer reden. Du nimmst die Stimme wahr, musst aber nicht zuhören oder darauf reagieren. Genauso kannst du mit deinen Gedanken umgehen. Du bemerkst zum Beispiel: „Ah, da ist wieder die Angst, dass etwas schiefgeht“, und gehst dann zurück zu dem, was du gerade gemacht hast. Der Gedanke darf da sein, ohne dass du dich weiter mit ihm beschäftigen musst.
3. Weniger kontrollieren und nach Bestätigung suchen
Wenn wir Angst haben, versuchen wir oft, uns durch Kontrolle zu beruhigen. Wir beobachten ständig unseren Körper, überprüfen Nachrichten oder fragen andere immer wieder, ob wirklich alles in Ordnung ist. Kurzfristig fühlt sich das vielleicht beruhigend an. Doch sobald die nächste Unsicherheit auftaucht, beginnt alles von vorne. Hier kannst du üben, unnötige Kontrollen schrittweise wegzulassen. Vielleicht überprüfst du etwas einmal weniger oder hältst den Impuls aus, sofort jemanden um Beruhigung zu bitten. Dabei kannst du langsam die Erfahrung machen, dass du auch mit Unsicherheit umgehen kannst, ohne ständig alles überprüfen zu müssen.
Was ich an diesen drei Techniken besonders wichtig finde: Du lernst, anders mit deinen Sorgen umzugehen. Denn manchmal verbringen wir so viel Zeit damit, mögliche Probleme zu verhindern, dass wir kaum noch Zeit haben, unser eigentliches Leben zu genießen. Und nicht jeder Gedanke, der Angst auslöst, verdient auch deine Aufmerksamkeit.
Wenn du spürst, dass das gerade dein Thema ist, melde dich. Wir schauen in einem unverbindlichen Erstgespräch in Ruhe, worum es bei dir wirklich geht und ob meine Arbeit dazu passt. Ohne Druck. Schreib mir hier oder per WhatsApp.
Joe Turan
🌎 www.joeturan.com
Kommentar hinzufügen
Kommentare