Fünf Gewohnheiten, die ich früher hatte, ohne zu wissen, dass sie sich negativ auf mein Nervensystem auswirken.

Veröffentlicht am 21. Oktober 2026 um 07:41

Fünf Gewohnheiten, die ich früher hatte, ohne zu wissen, dass sie sich negativ auf mein Nervensystem auswirken.

Ein Morgenimpuls für dich ☀️
Die erste Gewohnheit war, dass ich ständig Podcasts und andere Inhalte gehört habe. Beim Autofahren, im Fitnessstudio oder beim Abwaschen. Dadurch hatten mein Körper und mein Gehirn kaum ruhige Momente ohne äußere Reize, in denen mein Nervensystem zur Ruhe kommen und sich selbst regulieren konnte.

Die zweite Gewohnheit war, dass ich alles unglaublich schnell gemacht habe, als wäre ständig jemand mit einem Stock hinter mir her. Ich habe schnell gegessen, bin schnell gegangen, habe schnell geduscht und sofort auf WhatsApp-Nachrichten geantwortet. Durch dieses Verhalten haben mein Körper und mein Gehirn ständig die Botschaft bekommen, dass ich mich in einer Art Dauerstress oder Notfallsituation befinde. Mein Nervensystem blieb dadurch dauerhaft in Alarmbereitschaft.

Die dritte Gewohnheit war, dass ich aus jeder gesunden Gewohnheit ein Ziel gemacht habe, das ich unbedingt erreichen wollte. Wie viele Stunden habe ich geschlafen? Wie hoch war meine Herzfrequenzvariabilität? Wie viele Schritte bin ich heute gegangen? Wie viele Kalorien habe ich gegessen und wie viele verbrannt? Und sobald die Zahlen nicht meinen Erwartungen entsprachen, wurde ich gestresst. So wurden ausgerechnet die gesunden Gewohnheiten, die mir eigentlich helfen sollten, mein Nervensystem zu regulieren, zu einer Quelle von Stress und Angst.

Die vierte Gewohnheit war, dass ich in jedem noch so kleinen freien Moment auf mein Handy geschaut habe. Im Aufzug, während ich auf meinen Kaffee gewartet habe oder auf ein Taxi. Gerade in solchen kleinen Pausen ist es wichtig, einfach einmal still zu sein und unsere fünf Sinne wieder bewusst wahrzunehmen. Das hilft wirklich dabei, unser Nervensystem zu regulieren.

Die fünfte und letzte Gewohnheit, deren negative Auswirkungen mich besonders überrascht haben, war mein ständiger Versuch, mein Nervensystem zu regulieren, und die dauernde Beobachtung meines inneren Zustands. Bin ich gerade ruhig? Bin ich ängstlich? Warum bin ich ängstlich? Ein reguliertes Nervensystem bedeutet nicht, dass wir rund um die Uhr ruhig sein müssen. Es bedeutet vielmehr, dass unser Nervensystem flexibel ist. Dass es sich aktivieren und anregen kann, wenn es nötig ist, und anschließend wieder sanft und flexibel zur Ruhe zurückfindet.

Schreib mir in die Kommentare: In welche dieser Gewohnheiten verfällst du selbst immer noch?

Joe Turan
🌐 www.joeturan.com

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